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Neuer Termin für ARTEFACTA

21.10.-23.10.2021

in Düsseldorf

Aufgrund der aktuellen Situation rund um das Coronavirus verlegen wir den Veranstaltungstermin von Artefacta auf den 21.10.-23.10.2021. Die Ausstellungsorte und das Programm wollen wir beibehalten, wie es für dieses Jahr geplant war. Die eingereichten Medienbeiträge bleiben weiterhin im Wettbewerb.

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Geschichte

1994 wurde in Kiel die erste CINARCHEA als internationales Filmfestival durchgeführt. Veranstaltet durch die „Arbeitsgruppe Film” der Christian-Albrechts-Universität Kiel und die Freunde der Antike e.V. zu Kiel wurden bereits damals insgesamt 56 Filme aus 9 Ländern präsentiert.

 

Die Palette an Filmen reichte von Filmen, in denen explizite Grabungsergebnisse vorgestellt wurden (z.B. „Die Bandkeramiker”, „Das Schiff von der Roseninsel”) über diverse Berichte experimentalarchäologischer Studien (z.B. „Brennen von Keramik im Meilerbrand und Brennen von Keramik im Kuppelofen”), bezogen interdisziplinäre Zusammenarbeiten mit ein (z.B. Molekularbiologische Analyse alter DNA”) und erfassten sowohl einen breiten regionalen wie auch methodischen Rahmen. Bereits damals wurden aber auch historische Arbeiten kritisch diskutiert, etwa Propagandafilme aus der Zeit des Nationalsozialismus - und auch aktuelle Filme, die populärwissenschaftlich komplexe Ergebnisse vermittelten, wie etwa Werke zum Ötzi. Schon auf der allerersten CINARCHEA gab es dabei ein festes Ziel:

 

“CINARCHEA ist als ein wissenschaftlich fundiertes, aber dennoch populär ausgerichtetes Fachfestival gedacht. Mit diesem Festival wollen wir dem internationalen Fachpublikum - Archäologen wie Filmemachern - Anregungen und Gelegenheit zu Kontaktaufnahmen und Diskussionen geben und zugleich ein Angebot für die interessierte Öffentlichkeit schaffen.” (Anzeige des Festivals: Archäologische Informationen 16/2, 1993, 303–305)

 

Seitdem haben sich sowohl das Spektrum der behandelten Medien, als auch die von CINARCHEA erfassten Fachwissenschaften stark verändert. Während auf der einen Seite allmählich der Einzug der modernen Medien zunehmend auch im Programm des Festivals seinen Niederschlag fand, ist die Notwendigkeit und Selbstverständlichkeit zu interdisziplinären Arbeiten aus dem Alltag der modernen Altertumswissenschaften nicht mehr wegzudenken.

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Archäomediale & Cinarchea in Brandenburg, 2015: Publikum ©Fritz Fabert

 

Die Beiträge wurden aus Deutschland sowie dem inner- und außereuropäischen Ausland eingereicht und von einer Fachjury in verschiedenen Preiskategorien bewertet: darunter Großer Preis, Spezialpreis der Jury und Lobende Erwähnung. Zudem gibt es seit 2017 zwei Publikumspreise, einen in der Kategorie Film und einen in der Kategorie Podcast.

 

Die Jury der Biennale war stets mit herausragenden Vertreter*innen aus den einzelnen Kategorien besetzt - zuletzt z.B. Gisela Graichen (Buch- und Filmautorin, Umsetzung der Archäologie-Reihen Schliemanns Erben, Terra X und C14-Archäologische Entdeckungen in Deutschland), Georg Graffe (Leiter der Redaktion Terra X beim ZDF) und Kay Siering (Produzent, seit 2014 stellvertretender Chefredakteur und seit Ende 2018 zudem Geschäftsführer von Spiegel TV). Als Schirmherr*innen konnten wir stets einflussreiche Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Gesellschaft gewinnen wie beispielsweise 2004 Heide Simonis (Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein), 2008 Peter Harry Carstensen (Ministerpräsident von Schleswig-Holstein), 2015 Dr. Frank-Walter Steinmeier (Bundesaußenminister) und 2017 Prof. Dr. Hermann Parzinger (Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz).

 

Das Festival gilt mit im Schnitt ca. 1000 Besuchern als das größte seiner Art in Europa und lockt stets ein breites internationales Publikum aus interessierten Bürger*innen und Filmschaffenden an.

 

2020 findet die Biennale erstmals unter der Bezeichnung ARTEFACTA – International Festival for Audio-visual Representations of Archaeology, Cultural History and Art in Düsseldorf statt.